Schmerzcharakter & Lokalisation

Kopfschmerzen: Symptome

Kopfschmerzen: Symptome

Stechende Kopfschmerzen, einseitige Kopfschmerzen, pulsierende Kopfschmerzen – es gibt vielfältige Ausprägungen von Kopfschmerzen. Tatsächlich lassen sich die Beschwerden unter anderem in Bezug auf die Qualität und Lokalisation des Schmerzes charakterisieren. Außerdem können bei manchen Kopfschmerzarten Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Schweißbildung auftreten.

Spannungskopfschmerzen: Symptome

Zu den häufigsten Kopfschmerzarten zählen Spannungskopfschmerzen, die episodisch oder chronisch auftreten können. Sie können also hin und wieder auftreten, aber auch zum ständigen Begleiter werden. Die Symptome für Spannungskopfschmerzen sind ein beengendes und ein drückendes Gefühl im Kopf, das meist beidseitig auftritt oder sich wie ein Band um den Schädel herum zieht. Die Schmerzen sind leicht bis mittelschwer ausgeprägt und werden durch körperliche Aktivität nicht verschlimmert. Bei Spannungskopfschmerzen treten (im Gegensatz zu Migräne-Kopfschmerzen) in der Regel keine Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Erbrechen auf. Auch wenn die Bezeichnung dieser Kopfschmerzart auf eine muskulöse Verspannung als Ursache hinweist, können ebenso andere Risikofaktoren zu den Beschwerden führen. Dazu zählen beispielsweise ein stressiger Arbeitstag, zu wenig frische Luft oder ein Mangel an Flüssigkeit. Trotz der weiten Verbreitung dieser Beschwerden und intensiven Forschungsarbeiten sind die genauen Ursachen und Vorgänge noch nicht vollständig geklärt.

Typische Symptome bei Spannungskopfschmerzen:

  • Leichte bis mittelschwere Schmerzstärke
  • Drückender und beengender Schmerz
  • Dauer: 30 Minuten bis 7 Tage
  • Häufigkeit: Episodisch oder chronisch
  • Lokalisation unterschiedlich
  • Schmerz unabhängig von körperlicher Aktivität
  • Normalerweise keine Begleitsymptome wie z.B. Übelkeit

Kopfschmerzen Eine Zusammenfassung

  • Akute oder chronische Schmerzsyndrome
  • Eine der häufigsten Erkrankungen weltweit
  • Einteilung in primäre und sekundäre Kopfschmerzen
  • Mehr als 200 Kopfschmerzarten bekannt
  • Ursache, Lokalisation, Dauer und Schmerz unterschiedlich

Migräne: Symptome

Die Migräne ist die zweithäufigste Kopfschmerzart. Sie ist anhand der Symptome deutlich von den Spannungskopfschmerzen zu unterscheiden: Die Schmerzen sind von pochendem, pulsierendem Charakter, treten meist einseitig auf und werden durch sportliche Aktivität schlimmer.

Häufig bestehen zusätzlich zu den Migräne-Kopfschmerzen typische Begleitsymptome. Dazu zählen neben Übelkeit und Erbrechen auch eine erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit. Die Betroffenen sind in Beruf und Freizeit sehr eingeschränkt, sodass es zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität kommt. Typisch ist, dass Migräne-Kopfschmerzen durch bestimmte Triggerfaktoren ausgelöst oder verschlimmert werden können.

Gut zu wissen: Gut zu wissen:

Migräne-Kopfschmerzen können mit oder ohne Aura in Erscheinung treten. Als Aura werden dabei neurologische Störungen bezeichnet, die wiederkehrenden Migräne-Attacken ankündigen und vor den eigentlichen Kopfschmerzen auftreten. Hierzu zählen beispielsweise Seh- und Sprachstörungen oder auch Lähmungserscheinungen.

Typische Symptome bei Migräne:

  • Hohe Schmerzstärke
  • Pochende oder pulsierende Schmerzen
  • Dauer: Zwischen 4 Stunden und 3 Tagen
  • Häufigkeit: 1 bis 3 Mal pro Monat
  • Die Schmerzen treten in der Regel einseitig auf
  • Bei körperlicher Aktivität verschlimmern sich die Beschwerden Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit können auftreten

Primäre Kopfschmerzen Verschiedene Formen

Verschiedene Formen

  • Spannungskopfschmerzen
  • Migräne mit oder ohne Aura
  • Clusterkopfschmerzen
  • „Ice-Cream Headache“
  • Husten-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen: Symptome

Cluster-Kopfschmerzen sind durch heftige, attackenartige Kopfschmerzen gekennzeichnet, die im Bereich des Trigeminusnervs auftreten. Typisch ist, dass in nur einer Gesichtshälfte starke Schmerzen am Auge oder im Schläfenbereich entstehen. Darüber hinaus kommt es in der betroffenen Gesichtshälfte zu weiteren Symptomen wie Augentränen, Naselaufen oder vermehrtem Schwitzen an der Stirn oder am Gesicht.

Cluster-Kopfschmerzen treten in bestimmten Intervallen (Cluster) auf, bevor wieder eine beschwerdefreie Ruhephase einkehrt. Bis zu achtmal am Tag können sich die heftigen Schmerzattacken einstellen. Betroffene sprechen von extremen Kopfschmerzen, die einseitig, meist nachts auftreten und zwischen 15 bis 180 Minuten andauern.

Typische Symptome für Clusterkopfschmerzen:

  • Extreme Schmerzstärke
  • Bohrende und stechende Schmerzen
  • Dauer: Zwischen 15 und 180 Minuten
  • Häufigkeit: Unvermittelt, oft „aus dem Schlaf heraus“
  • Die Schmerzen treten in der Regel im Augen- und Schläfenbereich auf
  • Erhöhter Bewegungsdrang während der Attacke
  • Begleiterscheinungen wie Schweißbildung, tränende Augen, Naselaufen

Sekundäre Kopfschmerzen Mögliche Ursachen

Zu den möglichen Ursachen zählen z. B.:

  • Hirnblutung
  • Bluthochdruck
  • Medikamentenübergebrauch
  • Zahn- und Kiefererkrankungen
  • Liquorunterdruck
  • Gehirntumor

Sekundäre Kopfschmerzen: Symptome

Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen gehören zu den sogenannten primären Kopfschmerzen. In diesen Fällen liegt keine feststellbare Grunderkrankung vor, die die Beschwerden erklären könnte – der Kopfschmerz selbst ist die Erkrankung.

Von sekundären Kopfschmerzen sprechen Mediziner, wenn der Kopfschmerz als Symptom oder Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung (z. B. grippaler Infekt, Bluthochdruck, Schädel-Hirn-Trauma) auftritt. In Abhängigkeit von der Ursache der Beschwerden können sich die Kopfschmerzen unterschiedlich äußern.

Möglich sind zum Beispiel folgende Beschwerden:

  • Kopfschmerzen mit Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühlen und Störungen des Sprach- und Sehfelds
  • Erkältung und Kopfschmerzen, Fieber oder Gliederschmerzen
  • Schwindel und Kopfschmerzen
  • Zahnschmerzen und Kopfschmerzen
Hinweis: Hinweis:

Sollten Kopfschmerzen in Verbindung mit weiteren Symptomen wie den oben genannten auftreten, ist ein Arztbesuch anzuraten.

Tipps bei Kopfschmerzen

Schläfen massieren
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Schläfen massieren

Bei plötzlich auftretenden Kopfschmerzen helfen manchmal die einfachsten Mittel: Zum Beispiel eine Selbst-Massage der Schläfen. Suchen Sie sich hierfür ein ruhiges Plätzchen. Legen Sie Zeige- und Mittelfinger auf die schmerzenden Stellen (z. B. Schläfen) auf und führend Sie mit sanftem Druck kleine, kreisrunde Bewegungen aus.

Schmerzen lindern!
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Schmerzen lindern!

Bei akuten Kopfschmerzen ist eine frühzeitige Schmerztherapie zu empfehlen. In der Apotheke sind rezeptfreie Schmerzmittel erhältlich, die zum Beispiel Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen enthalten. In der Regel tritt die schmerzlindernde Wirkung relativ schnell ein.

Muskelentspannung durch Wärme
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Muskelentspannung durch Wärme

Es sind häufig Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die Kopfschmerzen auslösen. Die Verspannungen werden durch eine ungünstige Körperhaltung, zu langes Sitzen oder psychische Faktoren, wie zum Beispiel Stress oder Angst verursacht. Gegen akute Verspannungen hilft beispielsweise ein heißes Bad. Die Wärme führt zu einer besseren Durchblutung im betroffenen Gewebe und verringert dadurch die Muskelverspannung. Durchblutungsfördernde Badezusätze aus Rosmarin, Lavendel, Melisse oder Heublumen können die Entspannung der Muskulatur zusätzlich fördern und damit auch den Kopfschmerz lindern. Wichtig: Menschen, die an bestimmten Grunderkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) leiden, sollten auf heiße Bäder verzichten. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt.

Spaziergang an der frischen Luft
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Spaziergang an der frischen Luft

Spannungskopfschmerzen – die häufigste Form von Kopfschmerzen – werden bei körperlicher Aktivität nicht schlimmer. Ganz im Gegenteil: Die Schmerzen bessern sich oft sogar durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft.

Wasser trinken
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Wasser trinken

Der Körper benötigt Wasser, um lebenswichtige Stoffwechsel-Vorgänge zu steuern. Wenn keine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit besteht, kann das Blut zäher werden. Das dickflüssige Blut kann dann nur schwer durch kleine Blutgefäße fließen und es können Kopfschmerzen entstehen. Bei akuten Kopfschmerzen kann es also hilfreich sein, einen eventuellen Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Gut zu wissen: Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene am Tag durch Getränke zu sich nehmen. Als Durstlöscher sind Wasser oder ungesüßte Kräutertees gut geeignet. Bei sportlicher Aktivität ist wegen des Schwitzens auf eine höhere Flüssigkeitsaufnahme zu achten.

Blutzuckerspiegel regulieren
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Blutzuckerspiegel regulieren

Wenn der Blutzuckerspiegel absackt, fehlt dem Gehirn die eigentliche Nahrung. Als Folge sollen Kopfschmerzen dem Körper signalisieren, dass das Gehirn mit Kohlenhydraten unterversorgt ist. Darum sind regelmäßige Mahlzeiten wichtig, um Kopfschmerzen vorzubeugen. Auch bei akuten Kopfschmerzen kann ein kleiner Snack helfen: Wer zum Beispiel eine Banane verspeist, versorgt Körper (und Gehirn) nicht nur mit der nötigen Energie, sondern auch mit wertvollen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium.

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